Nachruf Gertrud Kock

 

Ein stilles Leben ist still zu Ende gegangen.
Still im Äußeren – unendlich reich und tief im Innern.

 

GERTRUD  Johanna  Sophie  KOCK
∗ 23. 10. 1924                                                             † 07. 03. 2016

Portrait G. K., 1950, Steinguss skulpturiert, H 27 cm

Portrait G. K., 1950, Steinguss skulpturiert, H 27 cm

Mitglied unseres Vereins von Anbeginn
Schwester von Hans Kock


Gertrud Kock studierte nach dem Krieg an der Landeskunstschule am Lerchenfeld in Hamburg Bildweberei und machte 1958 ihren Meisterbrief als Hand-Bild-Webemeisterin. Auf Grundlage ihrer schon im Krieg absolvierten Ausbildung an einer Berufsfachschule für Architektur arbeitete sie später in diversen angesehenen Hamburger Architekturbüros (Wellhausen, Kindt, Spengelin, MRamor, Neve und Partner) in verantwortlicher Position.

Anrührende Offenheit, Redlichkeit und Freigebigkeit, Behutsamkeit und Gewissenhaftigkeit sowie überraschender Schalk, geistreicher Witz, Humor zeichneten sie aus. Und: absolute Unbestechlichkeit. Und: unvergessliche Augen – klar, offen, hell.

 

„Nichts Gutes, das einmal da ist,
läßt sich
unterdrücken.
Es nimmt von selbst Wirklichkeit an, wie ein Baum:
es ist und blüht und trägt.
Nichts ist verloren: alles gibt sich weiter.“

Rainer Maria Rilke 
   (Foto: mit freundlicher Genehmigung © Archiv Hans Kock)