Hans-Kock-Seminar Kellinghusen 5. Mai 2017


 

DEM HERRN GEHÖRIG. GLAUBE – KIRCHE – KUNST
Die Ausgestaltung der St. Cyriacus-Kirche in Kellinghusen durch Hans Kock 1974/1993

Ganztägiges Seminar (10:00 – 17:30 Uhr)
5. Mai 2017
Museum Kellinghusen

 

Eine Veranstaltung des Museums Kellinghusen
in Kooperation mit
„Freunde des Bildhauers und Philosophen Hans Kock – Begegnung der Künste e. V.“
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kellinghusen

Mit freundlicher Förderung der Sparkasse Westholstein


St. Cyriacus Kellinghusen, Detail Orgelempore: Engel

St. Cyriacus, Detail Orgelempore: Engel, Foto: Rainer Hinz

 


 


SEMINARPROGRAMM

Kirche St. Cyriacus

10:00 Uhr
Begrüßung: Günter König / Vorsitzender des Kirchen-Gemeinderates
Führung: Hinnerk Egge / Mitglied des Kirchen-Gemeinderates

Bürgerhaus-Saal

11:15 Uhr
Einführung – Der Bildhauer Hans Kock
Antonia Gottwald / Kuratorin der „Freunde des Bildhauers und Philosophen Hans Kock – Begegnung der Künste e. V.“ / Neudorf-Bornstein

11:45 Uhr
Glaube: Verortet. Eine Kirche und ihr Patrozinium
Mag. Barbara Hurch-Wulff / Germanistik, Geschichte/ Kronshagen

12:15 Uhr
Der Auftrag an den Bildhauer Hans Kock
Dipl. Ing. Wolfgang v. Hennigs / Architektur, Kirchenoberbaudirektor i. R. / Preetz

12:45 Uhr Mittagessen

14:00 Uhr
Die Neugestaltung des Innenraumes durch Hans Kock
Katrin Plümpe M. A. / Kunstgeschichte / Hamburg

14:30 Uhr
Das Kreuz vor der Ebene: Das Altarbild mit Blick auf die Farbglasfenster von Elisabeth Koester
Eberhard Stosch / Kunstgeschichte, Theologie / Hamburg

St. Cyriacus Kellinghusen, Blick in den Altarraum

St. Cyriacus Kellinghusen, Blick in den Altarraum, Foto: Rainer Hinz

15:00 Uhr Kaffeepause

16:00 Uhr
Dem Herrn gehörig. Glaube – Kirche – Kunst
Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski / Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar / Vallendar

16:45 Uhr Abschlussgespräch

17:30 Uhr Ende des Seminars

Kirche St. Cyriacus

19:30 Uhr
Rezitation und Musik
„Alle Stimmen sind die Stimmen der Vergängnis.“
Antonia Gottwald spricht Rainer Maria Rilke und Thomas Bernhard und wird dabei musikalisch begleitet von Mari Kitagawa (Clavinova), Klaus Nagurski (Saxophon) und Christoph Jacobi (Orgel).

 

St. Cyriacus, Orgelempore

St. Cyriacus Kellinghusen, Orgelempore, Foto: Rainer Hinz


Teilnahmegebühr: 30.-€ inkl. Mittagessen, Kaffee und Kuchen

Seminarleitung: Antonia Gottwald

Die Abendveranstaltung findet um 19:30 Uhr unabhängig vom Seminar statt. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung:
Museum Kellinghusen, Hauptstraße 18, 25549 Kellinghusen
oder
museum@buergerhaus-kellinghusen.de

Info-Tel. Museum: 0 48 22 – 37 62 10

Anmelde-Karte als pdf-Datei: Hans-Kock-Seminar-Antwortkarte

Anmeldeschluss: 21. April 2017


St. Cyriacus in Kellinghusen ist eine der ältesten Feldsteinkirchen Schleswig-Holsteins. Der Bildhauer Hans Kock (1920-2007) erhielt 1974 den Auftrag, den Innenraum und die Außenanlage vollständig neu zu gestalten.

Zwei verheerende Brände (1686 und 1929) hatten alles künstlerisch Wertvolle vernichtet. Kock hatte daher weitestgehend freie Hand und verwandelte den düsteren Raum in eine einheitlich lichte Farb- und Bildkomposition. Die einfache klare Formgebung korrespondiert in spannungsvoller Harmonie mit der schlichten Kompaktheit des Feldsteinbaues aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Zusammen mit der ebenfalls von Hans Kock gestalteten Außenanlage – Treppenaufgänge, Laternen, Geländer, Pflaster und Stützmauern – verbindet diese Kirche Ältestes mit Neuestem zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.

Der gebürtige Schleswig-Holsteiner Hans Kock wurde in den 1960er und 1970er Jahren international bekannt: Auf der documenta 3 in Kassel (1964), auf den Weltausstellungen in Montreal (1967) und Osaka (1970), auf der 12. Biennale Middelheim, Antwerpen (1973) und auf

der 12. Biennale del Bronzetto e Piccola Scultura, Padua (1979) erfuhr seine vom Kubismus inspirierte und eigenwillig weiterentwickelte Formensprache große Anerkennung. Viele Kirchen Schleswig-Holsteins und Hamburgs sind bildkünstlerisch von ihm geprägt. Im öffentlichen Raum Hamburgs ist er mit zahlreichen Werken präsent. Auf dem ehemaligen Gut Seekamp in Kiel-Schilksee errichtete er 1986 die Hans-Kock-Stiftung: eine kulturelle Begegnungsstätte mit einer weiträumigen, gartenarchitektonisch beeindruckenden Skulpturenparkanlage.

Nach der interdisziplinären Fachtagung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Mai 2016) über die Neugestaltung des Greifswalder Domes durch Hans Kock in den 1980er Jahren soll mit dem Seminar in Kellinghusen eine weitere herausragende Kirchenausgestaltung in den Fokus genommen werden.

Hier noch einmal alle Informationen als pdf-Datei (versendeter Flyer):

Hans-Kock-Seminar-Flyer

Link zur Ankündigung des Seminars in der SHZ:

//www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/als-st-cyriacus-zum-kunstwerk-wurde-id16629171.html